Kostentransparenz schafft Vertrauen und Sicherheit, wir wollen Überraschungen vermeiden. Anwaltsgebühren sind für den Laien oft nicht nachvollziehbar. Die Kosten einer anwaltlichen Beauftragung wollen wir vor der konkreten Mandatierung transparent darstellen.

Wir rechnen in aller Regel nach den gesetzlichen Gebühren des Rechtsanwaltsvergütungsgesetzes (RVG) ab. Manche Mandate eigenen sich auch besser für eine Abrechnung nach einem zu vereinbarenden Stundenhonorar oder einem Pauschalpreis. Ferner besteht im Fall der Bedürftigkeit die Möglichkeit Beratungshilfe oder Prozesskostenhilfe in Anspruch zu nehmen.

Gesetzlich sind Erfolgshonorarvereinbarungen nur eingeschränkt möglich und zulässig. Gerne klären wir in geeigneten Fällen mit Ihnen ab, ob die Voraussetzungen hierfür bei Ihnen vorliegen.

Kostentransparenz ist wichtig. Wir können gerne vor dem Erstberatungsgespräch mit Ihnen auch die Kostenfrage klären und eine Deckelung oder einen Pauschalpreis vereinbaren. Sprechen Sie uns darauf an!

Grundsätzlich ist auch eine Erstberatung nicht kostenfrei. Soweit es nur bei einem ersten Gespräch mit dem Rechtsanwalt bleibt, egal wie lange dieses Gespräch dauert, darf der Rechtsanwalt gegenüber sog. Verbrauchern maximal 190,00 € (zzgl. MWSt) in Rechnung stellen, § 34 Abs. 1, S. 3 RVG. Als Erstberatung gilt auch eine telefonische Anfrage, um die Erfolgsaussichten eines bevorstehenden oder beabsichtigen Rechtsstreites zu erfragen. Grundsätzlich sind die Kosten einer Erstberatung auf die Kosten einer gegebenenfalls späteren Mandatierung anzurechnen.

Abrechnung nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz

Die Gebührentabellen des RVG bzw. die Rahmengebühren des RVG für die außergerichtliche und gerichtliche Vertretung sind als Mindesthonorare zu verstehen. In der Regel hängen die Gebühren in zivilrechtlichen Fällen vom jeweiligen Gegenstandswert (Streitwert) ab. In Angelegenheiten des Strafrechts und Sozialrechts fallen sogenannte Rahmengebühren an die sich an dem jeweiligen Aufwand und der Bedeutung der Angelegenheit orientieren.

Wie sich der Gegenstandswert zusammensetzt, hängt immer vom Einzelfall ab. Manche Angelegenheiten sind pauschaliert, wie beispielsweise bei einer Räumungsklage, hier ist die Jahresnettomiete der Gegenstandswert (vgl. § 41 Abs. 1 GKG). In Kündigungsschutzsachen entspicht der Gegenstandswert in der Regel drei Bruttomonatsgehälter. Bei Zahlungsklagen ist der streitige Betrag der Gegenstandswert.

Sofern Sie über eine Rechtsschutzversicherung verfügen, veranlassen wir für Sie auch gerne – nach Absprache – eine Deckungsanfrage und wickeln die Abrechnung unmittelbar mit Ihrer Versicherung ab, wobei gegebenenfalls eine Selbstbeteiligung zu berücksichtigen ist.

Sofern die gerichtliche Durchsetzung von Ansprüchen oder deren Abwehr notwendig ist, kann gegebenenfalls Prozesskostenhilfe in Anspruch genommen werden. Bei der Beantragung der Prozesskostenhilfe stehen wir Ihnen zur Seite und füllen mit Ihnen die notwendigen Formulare aus. Voraussetzung ist eine hinreichende Erfolgsaussicht und die Bedürftigkeit. Das notwendige Formular finden Sie auch unter der Rubrik Downloads.

Für die Beratung und Vertretung außergerichtlicher Fälle kann im Fall der Bedürftigkeit und der sonstigen Voraussetzungen des Beratungshilfegesetzes über Beratungshilfe abgerechnet werden. Ob Sie Beratungshilfe in Anspruch nehmen können, erfahren Sie von dem Amtsgericht Ihres Wohnortes, hier können Sie auch den erforderlichen Beratungshilfeschein beantragen, welcher dann in der Kanzlei vorzulegen ist. Das notwendige Formular finden Sie auch auf unserer Website unter Downloads.

Beratungshilfe in Strafsachen wird gesetzlich nur für Beratung und nicht für Vertretung bewilligt. In Beratungshilfesachen bitten wir Sie, den notwendigen Beratungshilfeschein bereits zum vereinbarten Besprechungstermin mitzubringen, eine Antragstellung über uns ist nur im Ausnahmefall möglich, vgl. § 16 a Abs. 2 der Berufsordnung für Rechtsanwälte.